Trampolino (Andernach), Oktober 2008


Die flotte Biene (Trampolino Andernach)

Die ganze Geschichte weiter unten

______

 

 

 

Die "Flotte Biene" in Andernach:
Im September 2009 eröffnete eine Neuentwicklung von abc rides ganz in der Nähe in einem Spielplatzpark.

Zu der Bahn habe ich einen kleinen Artikel für die Mitgliederzeitschrift vom FKF (Park&Ride Ausgabe 63) geschrieben. Ich habe eine halbe Seite Text und ein Foto angeboten, aber da Platz war, habe ich es etwas gestreckt und es wurde mehr.

Inzwischen ist die Biene stillgelegt und wurde abgebaut. Sie war ein Jahr in Betrieb. Da sie gut ankam wird vermutet, dass evtl. eine längere Version nach Andernach kommt. Eine ähnliche steht im BillyBird Park in den Niederlanden.

UPDATE 2011

Der Tubecoaster wurde an abc rides zurück gegeben. Die Bahn sollte alle 3 Monate vom TÜV abgenommen werden. Der Hersteller versicherte das dies nicht so sein wird. Diese höheren Kosten wollte das Trampolino nicht übernehmen, daher wurde die Bahn zurück gegeben. Da die gewünschte längere Version nicht rechtzeitig geliefert werden konnte, entschied sich der Park für eine Wasserrutsche (Außengelände) und eine Achterbahn für den Innenbereich. Es soll wohl noch eine weitere Bahn folgen!

 

 

 

 

Weitere Internetlinks:
www.park-ride.de
www.trampolino-andernach.de
http://www.abc-engineering.ch/

 
   
Trampolino - Spaß pur!  

Bericht von Steffen Foellmer

Seit dem 26.09.2008 fährt im Familien- und Freizeitpark Trampolino in Andernach (Rheinland- Pfalz) eine Neuentwicklung von abc rides.

Bevor die „Flotte Biene“ startet, gilt es drei Treppen hochzusteigen, da der Kettenlift den Bob nur ohne Personen befördert und sich der Startpunkt somit in dem 10 m hohen Turm befindet. Nach dem Einsteigen in den bügellosen Bob mit maximal einem Erwachsenen und einem Kind (Mindestalter 4 Jahre) geht die Fahrt los.
 Alternativ können auch - passend zur Zielgruppe des Parks - drei Kinder (Mindestalter 7 Jahre) fahren. Eine nach unten führende leichte Linkskurve bildet den ersten Drop, welcher danach gerade auf einen Hügel und in die zweite Abfahrt mündet. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 42 km/h angegeben, was manchen Kindern doch einen Schrei entlockt. Nun ist man am gegenüberliegenden Ende der Bahn. Der Bob fährt eine lang gezogene Linkskurve, um nach einem Rechtsschlenker und zwei Hügeln in die Magnetbremse zu rollen. Nach dem Aussteigen schickt der Operator auf dem Turm den Bob auf den Lift. Da es nur eine Schlussbremse gibt, kann erst dann der andere Bob starten.
 Die Schienenlänge beträgt knapp 200 m und besteht aus Stahlrundrohren mit Querverbindungen, die Grundfläche wird mit kompakten 10 m x 76 m ausgewiesen. Der Durchsatz beträgt ungefähr 200 bis 300 Personen in der Stunde. Die Bobs besitzen keine eigene Bremse, dafür neben den vier Laufrädern, auch vier Führungs- und vier Upstopräder.

Die Bahn fährt sich sehr angenehm und sie bietet wichtige Elemente, welche auch die größeren Bahnen attraktiv machen. Der Fahrspaß ist an den Gesichtern der aussteigenden Kinder erkennbar und daran, dass sie es nicht bei einer Fahrt belassen.
 Für abc rides ist es der erste Coaster. Die Firma baute zuvor zwar schon größere Fahrgeschäfte als dieses, jedoch in anderen Kategorien. In den Referenzen findet sich beispielsweise der Maibaum (Tripsdrill), Tilt Tower (Belantis) und viele Wasserfahrgeschäfte wie River Splash (Steinwasen Park; Prater), Bootsfahrten und Flume-Rides in allen Größen wie den Grand Flume Ride „Stormforce 10“ (Drayton Manor Park).
 Wolfgang Wingender, Eigentümer des Trampolino, regte die Entwicklung dieses Fahrgeschäftes an und bestellte es im Frühjahr 2008. Nach der Entwicklungsphase wurde es in der Schweiz testweise aufgebaut. Für Wingender waren die Vorgaben klar. Er wollte ein Fahrgeschäft mit geringem Strombedarf (5 kW / 10 A) und wenig Wartungsaufwand. Außerdem sollte es mit nur einem Operator bedient werden können und der Anschaffungspreis für einen kleinen Park erschwinglich sein. Wingender ist zufrieden, die 210.000 Euro sieht er gut investiert.
 Diese Vorgaben waren auch die Herausforderung für abc während der fünf-monatigen Entwicklungszeit. Die Erfüllung aller Sicherheitsbestimmungen ist obligatorisch, aber bei Bobs ohne Rückhaltesystem für Kinder ab 4 Jahre keine leichte Aufgabe. Ebenso wurde Wert darauf gelegt, dass die Bahn „rollercoastermäßige“ Elemente und somit auch Airtime enthält. Alberto Brandestini von abc berichtet von einer tollen Resonanz und vielen Interessierten auf der EAS. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es Pläne gibt, die Bahn in verschiedenen Bauarten anzubieten, beispielsweise in anderen Layouts oder mit Personenlift und Hochsektion. Auch eine höhere Maximalgeschwindigkeit und Anpassung an gegebenes Gelände ist möglich.

Noch ist nicht sicher, ob die Bahn auf dem Freigelände bleibt. Eventuell wird sie in der Halle aufgebaut, um wetterunabhängig zu sein. Relativ sicher hingegen ist, dass die Bahn nicht thematisiert wird. Die Idee hinter der „Flotten Biene“ war, einen Bezug zur Region zu schaffen. Da lag die Sage um die Andernacher Bäckerjungen nahe. Ein Name in Richtung „Bäckerjungenbahn“ klang zu holprig, aber da die Jungs die Angreifer aus Linz mit Bienen in die Flucht schlagen konnten, war der Name gefunden. Neben den Schienen sind auch die Bobs gelb lackiert und mit schwarzen Streifen, so wie die der Biene Maja, verziert. Möglicherweise wird noch etwas am Turm verändert, mehr aber nicht. Auch wenn Freizeitparkfans das im Herzen weh tut, ist es für den Park einfach nicht zu finanzieren, denn die Gäste legen keinen großen Wert darauf (würden daher also auch nicht mehr Geld bezahlen). Dies sieht man an den restlichen Spielmöglichkeiten und Attraktionen, die ebenso wenig thematisiert sind. Sie sind sauber, gut gewartet und funktionell. Und genau das ist für die Kinder auch wichtig, um Spaß zu haben. Mehr Mühe bei der Gestaltung, sowohl im Hallenbereich, als auch im Außenbereich fände ich auch für einen solchen „Spielplatzpark“ dennoch wichtig. Vielleicht mit einfachen und daher kostengünstigen Mitteln. Dies vermisst man im Trampolino noch.


Allgemeines zum Trampolino
Das Trampolino wurde 2001 eröffnet. Seitdem wurde der Spielpark stetig erweitert. Inzwischen bietet er auf 4000m² Indoorfläche und über 6000m² Außenfläche mehr als die namensgebenden Trampolins. Kletterlabyrinth und –brücke, Rollen- Rutschbahn, Sky-Glider, Tretboote, Nautic-Jet und Tret-Gokarts sind einige der Attraktionen, die alle beim Eintrittspreis von 6,90€ inklusive sind. Nur der Autoscooter und das Bungee- Trampolin kosten extra. <<<